Angie, Jogi, Heidi und Pep: Jugendliche zeichnen Karikaturen

„Klassiker Karikatur: Zeitgeschichte zugespitzt“ war der Titel eines 90minütigen KPZ-Angebots für Schulklassen im Rahmen der Ausstellung „Unverkennbar Haitzinger“ (Museum Industriekultur).

Jugendliche ab der 9. Jahrgangsstufe setzten sich dabei im Rahmen einer Führung zunächst mit Themen und Techniken in ausgewählten Haitzinger-Karikaturen auseinander: Anhand von jüngsten Ereignissen aus den Bereichen Politik, Umwelt, Wirtschaft und Sport ging es vor allem um Erschließungskompetenz im Umgang mit Quellen.
In der anschließenden Workshop-Phase zeichneten die Jugendlichen in Kleingruppen unter Anleitung selbst Karikaturen und gingen dabei praxisorientiert den folgenden Überlegungen nach: Welche tagesaktuellen Themen eignen sich besonders gut für eine karikierende Darstellung – und welche vielleicht nicht? Wie „übersetze“ ich geeignete Themen in „Sprachbilder“? Und: Was lösen unsere Karikaturen bei BetrachterInnen aus?

Herausgekommen sind unter anderem die folgenden Arbeiten: eine ermattete Angela Merkel, ein lachender Barack Obama, ein machtpolitischer Vladimir Putin, eine geldgierige Heidi Klum, eine strahlende Conchita Wurst, ein denkmalsgleicher Jogi Löw, ein eigensinniger Pep Guardiola, ein selbstverliebter Cristiano Ronaldo, das griechische Finanzdrama und die englische Queen in ihrer eigenen Welt.

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Das KPZ auf der MAI-Tagung in Dortmund

 

15. Mai-Tagung in der DASA in Dortmund

Mai-Tagung in der DASA Dortmund – Foto Wera Wecker

Seit 15 Jahren findet jedes Jahr im Mai an wechselnden Standorten die MAI-Tagung geleitet von Thilo Martini aus dem LVR-Fachbereich Kultur und Museumsberatung statt. Dieses Jahr ging es zur DASA nach Dortmund.

Ausstellungsbereich DASA Dortmund

 

Das Akronym „MAI“ steht für „Museum and the Internet“. Im Sinne des Tagungstitels beschäftigten sich Fachleute aus den Bereichen Museum, Kultur, Vermittlung, Design, Kunst und Wissenschaft auch dieses Jahr zwei Tage mit Themen wie Online-Bilddatenbanken, Museums-Apps, virtuelle Ausstellungen, digitales Kuratieren, Online-Marketing, ePartizipation und Museumspädagogik 2.0.

Mai Tagung Logo

Das KPZ war mit drei Mitarbeitern angereist. Dabei waren Alexander Klein als Fachmann für EDV und Medien, Regina Rüdebusch als Volontärin und ich, Bianca Bocatius, als Museumspädagogin mit dem Schwerpunkt auf der digitalen und webbasierten Museumsvermittlung.

 

Am ersten Tag „erschlug“ uns quasi die Fülle an Beiträgen zu Museums-Apps, die gleichzeitig deutlich machte, dass immer mehr Museen diese Form der Wissensvermittlung nutzen und über eine Informationsbereitstellung hinaus interaktive, kommunikative oder partizipative Zugänge dem Nutzer ermöglichen.

 

Darüber hinaus gab es einige Highlights, wie der Vortrag von Prof. Dr. Holger Simon, über die wir hier berichten möchten. Holger Simon sprach über das Museum der Zeit, das virtuell, also ohne physischen Ort in ganz Deutschland existiert und zeichnete seine Vision eines standortunabhängigen Museums nach. In einer App sollen dem Besucher an unterschiedlichen Orten in Deutschland, die sich mit dem Thema Zeit beschäftigen bzw. für das Thema relevant sind, Bezüge deutlich gemacht werden.
Die App „Your Exhibition Guide“ der Stiftung Kunstsammlung NRW ist ebenfalls etwas anderes, da hier der Künstler Olafur Eliasson Einblicke in sein Werk gewährleistet und mit dem Museumsbesucher durch die Ausstellung läuft. Wie reagieren wir auf Kunstwerke und Ihre Umgebung? Welche Schlüsse ziehen wir aus unserem Erleben? Wie fühlt sich die Erfahrung von Kunst an? Was passiert vor und nach der Begegnung mit dem Werk und wie können wir das gesamte Spektrum sinnlicher Erfahrungen für uns aktivieren?. Dies sind Fragen, die Olafur Eliasson während seinem Rundgang stellt und beantwortet.
Bei der cloudbasierten Exponatenplattform des Städel Museums geht es darum, Menschen einen weiteren Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Insbesondere geht es dem Städel Museum dabei um die Kunst, die nicht im Museum zu sehen ist. Derzeit stellt das Museum etwa 1% seiner Sammlung aus. 600 Werke der restlichen 99% sind nun digital über Tablet und Desktop-Rechner zugänglich. Diese Werke stehen miteinander über beschreibende, assoziative und interpretatorische Schlagwörter in Verbindung und ermöglichen es dem Nutzer, weitere Kontexte zu erschließen.

 

Es gab also auch diese Jahr wieder viel Neues zu erfahren, sogar so viel, dass ich hoffe, dass die Mai-Tagung sich im nächsten Jahr vielleicht traut etwas weniger zu präsentieren und dafür Diskussionen anzuregen, um mehr über Herausforderungen, Ideen und Visionen sprechen zu können.

Hecke, Schere – einszweidrei! – ein Collageworkshop beim Renaissance-Fest im Tucherschloss

Auf dem diesjährigen Renaissance-Fest im Tucherschloss am 21. Juni bot das KPZ Gästen jeden Alters die Gelegenheit, bei dem Collageworkshop „Hecke, Schere – einszweidrei!“ die eigene Kreativität auszuleben und einen eigenen Tucherschlossgarten zu entwerfen. Der Garten des Tucherschlosses ist ein schöner Ort zum Feiern und Verweilen. Doch wie könnte die Umgebung rund ums Schloss aussehen, wenn wir die Gestaltung übernehmen dürften? Dieser Frage gingen die kreativen Köpfe des Collageworkshops nach und gestalteten durch Bäume, Hecken, Rasenflächen um das Tucherschloss fantasievolle Gärten in 2-D.

Kombiführung in der Kunsthalle und Pressearchiv Nürnberg

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Peter Piller, der Künstler, der momentan die Kunsthalle mit der Ausstellung „Belegkontrolle“ bespielt, arbeitete viel mit Fotos aus Lokalteilen verschiedener Tageszeitungen. Gerade seine Archivarbeiten seit Mitte der 1990er Jahr bis 2004, bei denen er Zeitungsfotos aus ihrem Zusammenhang nimmt, eigene Kategorien schafft und die Fotos so in einer neuen Reihung eine ganz eigene (Bild-)Erzählung aufnehmen, legt die Verknüpfung im Begleitprogramm zu einem „echten“, real arbeitendem Zeitungsarchiv nahe. Das Bildarchiv des Pressearchivs Nürnberg (Nürnberger Nachrichten / Nürnberger Zeitung) liegt sogar in Sichtweite der Kunsthalle. Und so startete die erste Kombiführung zwischen Kunsthalle und Bildarchiv.

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Daniela Harbeck-Barthel führte in die Tiefen und Geheimnisse des Bildarchivs im luftiges 5. Stock des Pressehauses  ein: Über die Geschichte und die Anfänge des Archivs, die wachsende Systematik, die Aufgabenbereiche, die Tücken des Dokumentierens und Wiederfindens und den Wandel, der mit dem digitalen Bild kam. Sie bezeichnete ihre Arbeit als „zwischen Bürokratie und Inspiration“, sprich: eine echte Herausforderung.

Mit diesem Hintergrundwissen über den Umgang mit Fotos in der täglichen Arbeit bei einer Tageszeitung ging es in die Ausstellung in der Kunsthalle. Der Umgang Peter Pillers mit den Fotos frei von jeglichen Zwängen, die die Verwertung in einer Tageszeitung mit sich bringt, lässt die Präsentation in der Kunsthalle noch mal angenehmer, inspirierender und bereichernder wirken.

Die nächste Kombiführung in Kunsthalle und Pressearchiv findet am 22. Juli, 18:15 Uhr statt. Treffpunkt: Foyer Kunsthalle

Neues Thema in der KinderKunstwerkstatt / Kunstvilla: Löwe, Tiger & Co

Mit der neuen Ausstellung „Buntes Gewerbe – Glanz und Elend hinter der bürgerlichen Fassade“ und dem neuen Quartal hat auch die KinderKunstwerkstatt in der Kunstvilla ein neues Thema. Bei „Löwe, Tiger & Co – fantastische Masken“ können jeden Sonntag von 14:30 bis 16:30 Uhr die wunderbarsten Masken gefertigt werden. Ob Schlangenfrau, Pinguinbändiger oder Zirkusdirektor/in – bei uns kann in jede (Zirkus-)Rolle geschlüpft werden! Kinder ab 5 Jahren sind herzlich eingeladen, sich erst in der Ausstellung in die Welt des Zirkus, der Jahrmärkte und Volksfeste zu begeben und dann  kräftig die eigene Fantasie spielen zu lassen!

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