Maskenantion mit Susanne Carl

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Masken-Aktion zur Ausstellung „Mit anderen Augen – das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie“, Kunsthaus/Kunsthalle im KunstKulturQuartier

Das eigene Gesicht hat viel mit der Wahrnehmung der eigenen Identität zu tun. Was passiert, wenn dieses verändert wird – z.B. mit einer Maske? Die Künstlerin Susanne Carl beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Schlüpfen in verschiedene Rollen und Identitäten, ganz besonders mit dem Bau von Charaktermasken und was passiert, wenn man/frau sich bewusst in eine andere Rolle begibt – ein höchst spannendes, vielfältiges Spiel mit der Magie des Verwandelns.

Am Sonntag, 18.12.2016, standen für die Aktion „Rollenwechsel“ im Kunsthaus zwei gleiche Masken – (vermeintlich) männlich oder weiblich – mit verschiedenen Perücken zur Verfügung. Die Ausstellungsbesucher waren zu einem Spiel mit den Masken eingeladen, um sich für ein Porträt der besonderen Art zu inszenieren. So entstanden mit verschiedenen Personen, aber den gleichen Masken, ganz unterschiedliche Bildnisse. Eine Bildergalerie wuchs während der Aktion in der Ausstellung und ist jetzt virtuell im Internet zu besichtigen. Die Porträts mit der Maske wurden direkt bei der Aktion ausgedruckt, so dass sie mitgenommen werden konnten. (Fotos: Lucia Hufnagel)

 

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Digitale Beuysianer erobern Schloss Moyland

Prachtvoll, wie aus einer anderen Zeit, romantisch und wie bei Harry Potter, waren erste Eindrücke, die die Teilnehmern der Summer School „Beuys Digital. Museum, Storytelling & Digital Media“ beim Anblick von Schloss Moyland bei Kleve am Niederrhein hatten.

Schloss Moylands Außenansicht ist prachtvoll, romantisch und ein bißchen wie bei Harry Potter.

Schloss Moylands Außenansicht ist prachtvoll, romantisch und ein bißchen wie bei Harry Potter.

In diesem beflügelnden Ambiente hatten etwa 30 ausgewählte junge Kunstwissenschaftler, Mediengestalter, Künstler, Pädagogen, Therapeuten, Querdenker und solche, die es werden wollen, die Gelegenheit eine Woche über den Künstler Joseph Beuys, die Rolle des Museums und Besuchers im 21. Jahrhundert, den Medieneinsatz im Museum und kreative Lösungen für die Kunstvermittlung zu diskutieren. Unterschiedliche Standpunkte, Perspektiven und Ideen trafen so eine Woche lang aufeinander und führten zu regen Diskussionen und fruchtbaren Ergebnisse.

Organisiert hatte die international ausgerichtete Summer School Ulli Seegers, Junior-Professorin für Kunstvermittlung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zusammen mit Bettina Paust, künstlerische Leiterin des Museums Schloss Moyland sowie Ido Iurgel, Professor für Medieninformatik an der Hochschule Rhein-Waal. Das KPZ war durch mich, Bianca Bocatius, als Rednerin und Workshop-Leiterin vertreten.

Kreatives Arbeiten zum digitalen Beuys

Kreatives Arbeiten zum digitalen Beuys

Ging es die ersten Tage um Joseph Beuys, seine Kunst und das Museum Schloss Moyland wurden die weiteren Tage dazu verwendet, über digitale Kunstvermittlung, Digitale Medien, Storytelling, ePartizipation und Urheberrecht Neues zu erfahren und in Workshops wohlüberlegte Konzepte, kreative Vorschläge und Impulse zusammenzutragen.

Verweise auf Joseph Beuys und seine Kunst

Verweise auf Joseph Beuys und seine Kunst

Von dem Workshop „Participatory Art and Participatory Art Education“ möchte ich nun berichten, da ich diesen geleitet und mit 5 Teilnehmern kreative Lösungen in Hinblick auf Joseph Beuys und das Museum Schloss Moyland gesucht habe. Zunächst führte uns der Weg auf die Website des Museums Schloss Moyland, um den Status quo zu betrachten und danach auf anderen Museumswebsites, um Tipps und Anregungen für eine Umgestaltung zusammenzutragen. Dabei kamen wir auf drei wesentliche Veränderungsmaßnahmen zu sprechen.

  • Was das Museum ausmacht, sollte sich im Website-Design und im Inhalt widergespiegeln. Im Falle vom Museum Schloss Moyland könnte die Website zwischen Tradition und Provokation im Sinne von Beuys gern etwas mutiger und ausführlicher sein.

 

  • Online-Ressourcen wie Bild-, Video- und Textmaterial sollte als Tor, das die Website mit sozialen Medien und mit Menschen verbindet, betrachtet werden. Durch die Online-Ressourcen könnten ein Zugewinn an Wissen zu Beuys und seinen Ideen über die Museumsmauern hinaus ermöglicht werden.

 

  • Die Website sollte stärker visuelle Eindrücke aus der Sammlung und den Ausstellungen enthalten. Die Website sollte Verbindungen und Kollaboration unter Forschern und Institutionen, z.B. durch ein Forschernetzwerk/Archiv zu Beuys ermutigen und stärken.
Was muss die Website des Museums bieten?

Was muss die Website des Museums bieten?

 

Da es sich lediglich um einen etwa 8-stündigen Workshop handelte, mussten wir uns auf einen winzigen Teil der Lösung beschränken und entschieden uns, den digitalen Beuys im Social Web zu kreieren und interagieren zu lassen, um auf Beuys und gleichzeitig Schloss Moyland aufmerksam zu machen und etwas provokanter, offener und kommunikativer mit der Außenwelt in Kontakt zu treten als das bisher das Museum Schloss Moyland getan hatte. Wir eröffneten einen Twitter-Account unter dem Namen „Schloss Beuysland“ und gestalteten im Museum einen Filz-Hasen als Markenzeichen, inszenierten Picknicks, Gartenbesuche, fiktive Kunstwerke des digitalen Joseph Beuys und vermischen diese Phantasiewelt mit Auszügen von Interviews, weiterführenden Informationen aus dem Internet, Zitaten des Künstlers und Links zu aktuellen politische Themen, die Beuys selbst immer wieder beschäftigten.

 

Mit Technik ins Museum – Tagung im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen

Der letzte bayrische Ort vor der thüringischen Grenze im Rhöntal – Fladungen – lud dieses Jahr in sein Freilandmuseum, um mit Mitarbeitern aus anderen Freiland- und Industriemuseen über Audioguides, GPS-Rallyes, Geocaching, Museums-Apps und Augmented Reality zu sprechen. Die Tagung fand vom 28. bis 29. September in der Aktionsscheune auf dem Gelände des Freilandmuseums Fladungen statt und das KPZ war mit zwei Mitarbeitern von der Partie.

 

Lageplan der Aktionsscheune im Freilandmuseum Fladungen

Lageplan der Aktionsscheune im Freilandmuseum Fladungen

An den zwei Tagen bekamen die Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik einen Überblick über Digitale Medien in Museen und Ausstellungen sowie zu Museums-Apps und Augmented Reality durch Guido Fackler, Professur für Museologie und materielle Kultur an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie mir, Bianca Bocatius, Museumspädagogin am KPZ in Nürnberg. Praxisbeispiele aus Freilichtmuseen ergänzten diese Beiträge.

 

Eröffnung der Tagung durch Nathalie Ungar, Museumspädagogin  am Freilandmuseum Fladungen

Eröffnung der Tagung durch Nathalie Ungar, Museumspädagogin am Freilandmuseum Fladungen

Unter anderem stellte André Widmann, Geschäftsführer bei HUT Consulting in Erlangen, den Histonaut vor. Dabei handelt es sich um ein webbasiertes Content-Management-System, das Museen ermöglicht einfach und schnell eigene Museumsführungen für alle gängigen mobilen Endgeräte zu gestalten und zu pflegen. Das Freilichtmuseum Beuren berichtet von seinem laufenden Projekt, in dem eine Museums-App mit iBeacon-Technologie und freizugänglichem WLAN dem Besucher auf dem Museumsgelände zur Verfügung stehen soll. Ein nicht ganz so leichtes Unterfangen, da ein WLAN-Zugang zunächst mit Funkmast aufgebaut werden musste, um das Projekt weitervoranbringen zu können. Erfrischend war der Vortrag von Anna Strübel, Mitarbeiterin am Hohenloher Freilandmuseum in Wackershofen, die aus ihrem Leben als Geocacherin berichtete und ihre Motivation sowie Tipps und Tricks für Museumsleute parat hielt.

Im Depot des Fränkischen Freilandmuseums

Im Depot des Fränkischen Freilandmuseums

Rundum war die Tagung sehr gelungen und neben den Vorträgen konnten die Teilnehmer an einer Geländeführung teilnehmen und erhielten Einblicke ins Depot sowie die Stickstoffkammer, die zur Schädlingsbekämpfung an Holz, Papier, Leder und Textilien eingesetzt wird.

Auf dem „Grenzenlos-Fest“ traf Nürnberg auf Córdoba

Das KPZ nahm sich das „Grenzenlos-Fest“ am 16. August im Tucherschloss zum Anlass, um mit interessierten Kindern und Erwachsenen einen Zeichenworkshop zu sogenannten Mauresken durchzuführen.

Mauresken Zeichner beim Gestalten

Mauresken Zeichner beim Gestalten

Kreise, Rauten und Quadrate – Diese Formen finden sich in den maurischen Ornamenten der Mezquitá-Kathedrale in Córdoba. Beim Zeichenworkshop „Mauresken aus dem Abendland“ konnten große und kleine Gäste des Tucherschlosses die Gelegenheit nutzen, um zu eigenen Ornamentgestaltern zu werden und traditionelle Motive durch persönliche Ideen zu bereichern.

Maurische Ornamente gestalten zum Grenzenlos-Fest im Tucherschloss

Maurische Ornamente gestalten zum Grenzenlos-Fest im Tucherschloss

Aus drei Ornamentvorlagen konnten die Gäste ihre Wahl treffen. Zunächst wurden die ausgewählte Vorlage auf ein Kartonpapier geklebt und danach konnten die Zeichner mit Aquarellfarbstiften die Vorlagen bunt ausmalen, um im Anschluss die noch nicht bemalten Ränder des Kartonpapiers mit eigenen Ornamentideen zu erweitern.

Die Malwoche im Künstlerhaus: Zum dritten Mal!

Zum dritten Mal läuft jetzt das beliebte Ferienangebot für Kinder ab 8 Jahren wieder im Künstlerhaus im KunstKulturQuartier im Rahmen des Ferienprogramm des Jugendamtes. Eine Woche lang kann gemalt, gezeichnet, gedruckt, gekleckst, geklebt werden. Zur Inspiration gibt es ja auch die drei Ausstellungen im KunstKulturQuartier: „Peter Piller. Belegkontrolle“ in der Kunsthalle, „Buntes Gewerbe“ in der Kunstvilla und die Ausstellung zum NN-Kunstpreis im Kunsthaus. Mit einer kleinen (aber feinen) selbstgemachten Ausstellung endet die Malwoche am Freitag. Wir freuen uns auf die Ergebnisse!

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