- Der “Geschlauchte Planet”
Unter den Besuchern der Blauen Nacht gibt es nicht nur diejenigen, die im Vorbeigehen ein Kulturhäppchen nach dem anderen aufschnappen und dabei die Hände in den Hosentaschen lassen. Es gibt auch andere – die “Nachtaktiven”.

Der "Grüne Planet"
Ein Treffpunkt für die Nachtaktiven war das Spielzeugmuseum. Hier gab es u. a. die Möglichkeit in mit Ton oder Sand gefüllten, flachen Kisten “phantastische Planetenlandschaften” zu bauen. Diese KPZ-Werkstatt für Klein und Groß habe ich gemeinsam mit meiner Kollegin Margit Mayer betreut.
Zur Ausstattung des “Geschlauchten Planeten” stand z. B. Material zur Verfügung, das eigentlich nichts weiter war als gesammelter und sortierter Abfall, der sich aber in den Augen und Händen der Nachtaktiven auf wundersame Art verwandelte.
Die sichtbare Lust und die Ausdauer beim Hantieren mit diesem Material waren erstaunlich – gerade bei den Erwachsenen. Es braucht also nur einen kleinen Anstoß, damit das kreative Potential sichtbar wird und eine Form findet.
Ein Nachtaktiver, ein Vater, der mit seinen beiden Kindern gekommen war, wunderte sich anscheinend über sich selbst: “Wir wollten eigentlich die Blaue Nacht sehen und jetzt sind wir immer noch hier und es ist schon halb elf!”. Sie waren in der Werkstatt schlichtweg hängen geblieben. Für mich ein klares Zeichen, dass solche Angebote bei der Blauen Nacht nie fehlen sollten.