Tag Archive for 'Museum'

Taschenspiele für Familien – Ein neuer Begleiter durch die Wunderkammer Museum

Taschen in die Schließfächer! So lautet die unumstößliche Regel für Museumsbesucher. Doch ab 18. März 2010 gilt im Germanischen Nationalmuseum eine Ausnahme. Zeitgleich mit der Neueröffnung der Abteilung Renaissance – Barock – Aufklärung steht an der Museumskasse eine Tasche bereit, die regelrecht darauf wartet als begleitendes Utensil mitgenommen zu werden. Angesprochen sind Familien mit Kindern ab sechs Jahren.

Neun Spiele in der Tasche laden dazu ein, das Museum als das zu entdecken, was es auch sein kann: eine Wunderkammer, ein Raum also, der für spannende Forschungen und ungeahnte Entdeckungen geradezu geschaffen ist.

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Die Spiele stecken voller Rätsel und Überraschungen: Welches Bild ist hier wohl aus dem Rahmen gefallen? Welche Stoffe haben in Kaiserin Maria Theresias Kleiderkammer nichts zu suchen? Worüber unterhält sich ein Hirschkäfer mit einem Papagei? Wer ist Amor? Wer ist Psyche?

Bei der Erarbeitung der Taschenspiele verfolgten die Mitarbeiter des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums der Museen in Nürnberg (KPZ) die Leitidee, diese Wunderkammer auf vielerlei Art spielerisch zugänglich zu machen. Namen, Daten, Zahlen, Fakten: Das alles tritt zuerst einmal in den Hintergrund. Das unmittelbar Sichtbare, das keiner Erklärung bedarf, ist Ausgangspunkt für die Spielideen. Es geht zunächst darum, das Gefühl der Fremdheit in den hohen, ehrwürdigen Räumen buchstäblich zu überspielen.

Die Spiele führen zu neun Stationen, die in der reich bestückten Abteilung gut verteilt sind. Entscheidend für die Auswahl der Objekte war der Aspekt der Vielfalt und Abwechslung. Die Spielansätze berücksichtigen verschiedene Zugangsweisen und sprechen unterschiedliche Fähigkeiten an: Da muss genau hingesehen, gerätselt, verglichen und zugehört werden. Auch Geschicklichkeit und ein bisschen Mut sind gefordert. Erwachsene und Kinder sind dabei als Team angesprochen. Die Erwachsenen spielen mit, lesen vor, wo die Lesefähigkeit der Kinder nicht ausreicht und helfen bei der Orientierung.

Die Taschenspiele liegen in einer deutsch- und einer englischsprachigen Version vor. Ein buntes Faltblatt weist den Weg von Station zu Station. Es bildet alle neun Objekte ab und liefert ergänzende Sachinformationen. Dieses Faltblatt kann mit nach Hause genommen werden. Die Ausleihe der Tasche kostet nichts.

Wie war’s? Diese Frage steht auf dem Bogen, der bei der Rückgabe der Tasche an der Museumskasse ausgehändigt wird. Die so gewonnenen Hinweise werden den Museumspädagogen des KPZ für zukünftige ähnliche Vorhaben hilfreich sein.

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Kindergeburtstage im Museum

Achtung Kinder, aufgepasst: Im Museum darf nicht nur gelacht werden, hier lässt es sich auch prima Geburtstag feiern! Wolltet Ihr nicht schon immer einmal eine Zeitreise in die Steinzeit machen? Oder einmal so richtig aus dem Vollen schöpfen und aus den unterschiedlichen Materialien ein Wucherbild entstehen lassen? Oder ein Hinterglasbild? Oder ein Kunst-Drachenschattentheater? Vielleicht findet Ihr es cooler, Morsecodes und Geheimschriften auf die Spur zu kommen? Natürlich dürft Ihr auch unter den strengen Augen einer Lehrerin in einem Schulzimmer um 1910 Platz nehmen und mit dem Griffel schreiben. Oder  doch lieber eine Party im Schloß feiern oder gar einen kaserlichen Gast empfangen? Ihr seht schon, (fast) alles ist möglich für einen gelungenen Kindergeburtstag (auch bei Regenwetter):  Tanzen, verkleiden, Theater spielen, etwas Kreatives gestalten, rätseln…

Kindergeburtstag im Germanischen Nationalmuseum: "Wucherbild"

Kindergeburtstag im Germanischen Nationalmuseum: "Wucherbild"

Kindergeburtstage bietet das KPZ in vielen der Nürnberger Museen: im Germanischen Nationalmuseum, dem Kaserburgmuseum, dem Schloß Neunhof, dem Museum für Kommunikation in Nürnberg, dem Stadtmuseum Fembohaus, dem Tucherschloß, dem Museum Industriekultur oder dem Schulmuseum. Informiert Euch doch mal hier im Internet!

Nachtaktiv

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Der “Geschlauchte Planet”

Unter den Besuchern der Blauen Nacht gibt es nicht nur diejenigen, die im Vorbeigehen ein Kulturhäppchen nach dem anderen aufschnappen und dabei die Hände in den Hosentaschen lassen. Es gibt auch andere – die “Nachtaktiven”.

Der "Grüne Planet"

Der "Grüne Planet"

Ein Treffpunkt für die Nachtaktiven war das Spielzeugmuseum. Hier gab es u. a. die Möglichkeit in mit Ton oder Sand gefüllten, flachen Kisten “phantastische Planetenlandschaften” zu bauen. Diese KPZ-Werkstatt für Klein und Groß habe ich gemeinsam mit meiner Kollegin Margit Mayer betreut.

Zur Ausstattung des “Geschlauchten Planeten” stand z. B. Material zur Verfügung, das eigentlich nichts weiter war als gesammelter und sortierter Abfall, der sich aber in den Augen und Händen der Nachtaktiven auf wundersame Art verwandelte.

Die sichtbare Lust und die Ausdauer beim Hantieren mit diesem Material waren erstaunlich – gerade bei den Erwachsenen. Es braucht also nur einen kleinen Anstoß, damit das kreative Potential sichtbar wird und eine Form findet.

Ein Nachtaktiver, ein Vater, der mit seinen beiden Kindern gekommen war, wunderte sich anscheinend über sich selbst: “Wir wollten eigentlich die Blaue Nacht sehen und jetzt sind wir immer noch hier und es ist schon halb elf!”. Sie waren in der Werkstatt schlichtweg hängen geblieben. Für mich ein klares Zeichen, dass solche Angebote bei der Blauen Nacht nie fehlen sollten.

Frühlingserwachen in Hamburg

Edgar Degas Große Arabeske, zweite Position </br>© Hamburger Kunsthalle/bpk Photo: Elke Walford

Ein verlängertes Wochenende in der Freien und Hansestadt Hamburg ist nie zu verachten, aber gerade jetzt, im Frühling, einfach hinreißend. Erste grüne Schimmer in den Bäumen, herrliche Nester von gelben Osterglocken auf saftig grünem Rasen, blaue Scilla, Frühlngsluft und und und… Herrlich! Fröhliches Vogelgezwitscher auch im wirklich hervorragenden Tierpark Hagenbeck. Achtung:
Tierpark und Tropicana (Begehbare Terrarien und Nachtgehege) sind sooo weitläufig und interessant, dass man, ohne es zu merken, den ganzen Tag darin verbringt, und dann eben auch nichts weiteres besichtigen kann. Das macht aber gar nichts! Unvergesslich auch die Elbchaussee.  Link zu Hagenbeck

Edgar Degas Große Arabeske, zweite Position © Hamburger Kunsthalle/bpk Photo: Elke Walford

TIPP: Zu Degas in der Kunsthalle gleich [...] Continue reading ‘Frühlingserwachen in Hamburg’




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