Author Archive for Bianca Bocatius

Digitale Beuysianer erobern Schloss Moyland

Prachtvoll, wie aus einer anderen Zeit, romantisch und wie bei Harry Potter, waren erste Eindrücke, die die Teilnehmern der Summer School „Beuys Digital. Museum, Storytelling & Digital Media“ beim Anblick von Schloss Moyland bei Kleve am Niederrhein hatten. In diesem beflügelnden Ambiente hatten etwa 30 ausgewählte junge Kunstwissenschaftler, Mediengestalter, Künstler, Pädagogen, Therapeuten, Querdenker und solche, die es werden wollen, die Gelegenheit eine Woche über den Künstler Joseph Beuys, die Rolle des Museums und Besuchers im 21. Jahrhundert, den Medieneinsatz im Museum und kreative Lösungen für die Kunstvermittlung zu diskutieren. Unterschiedliche Standpunkte, Perspektiven und Ideen trafen so eine Woche lang aufeinander und führten zu regen Diskussionen und fruchtbaren Ergebnisse. Continue reading 'Digitale Beuysianer erobern Schloss Moyland'

Mit Technik ins Museum – Tagung im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen

Der letzte bayrische Ort vor der thüringischen Grenze im Rhöntal – Fladungen – lud dieses Jahr in sein Freilandmuseum, um mit Mitarbeitern aus anderen Freiland- und Industriemuseen über Audioguides, GPS-Rallyes, Geocaching, Museums-Apps und Augmented Reality zu sprechen. Die Tagung fand vom 28. bis 29. September in der Aktionsscheune auf dem Gelände des Freilandmuseums Fladungen statt und das KPZ war mit zwei Mitarbeitern von der Partie. Continue reading 'Mit Technik ins Museum – Tagung im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen'

Auf dem „Grenzenlos-Fest“ traf Nürnberg auf Córdoba

Das KPZ nahm sich das „Grenzenlos-Fest“ am 16. August im Tucherschloss zum Anlass, um mit interessierten Kindern und Erwachsenen einen Zeichenworkshop zu sogenannten Mauresken durchzuführen. Continue reading 'Auf dem „Grenzenlos-Fest“ traf Nürnberg auf Córdoba'

Das KPZ auf der MAI-Tagung in Dortmund

 
15. Mai-Tagung in der DASA in Dortmund

Mai-Tagung in der DASA Dortmund - Foto Wera Wecker

Seit 15 Jahren findet jedes Jahr im Mai an wechselnden Standorten die MAI-Tagung geleitet von Thilo Martini aus dem LVR-Fachbereich Kultur und Museumsberatung statt. Dieses Jahr ging es zur DASA nach Dortmund.

Ausstellungsbereich DASA Dortmund

  Das Akronym „MAI“ steht für „Museum and the Internet“. Im Sinne des Tagungstitels beschäftigten sich Fachleute aus den Bereichen Museum, Kultur, Vermittlung, Design, Kunst und Wissenschaft auch dieses Jahr zwei Tage mit Themen wie Online-Bilddatenbanken, Museums-Apps, virtuelle Ausstellungen, digitales Kuratieren, Online-Marketing, ePartizipation und Museumspädagogik 2.0. Mai Tagung Logo Das KPZ war mit drei Mitarbeitern angereist. Dabei waren Alexander Klein als Fachmann für EDV und Medien, Regina Rüdebusch als Volontärin und ich, Bianca Bocatius, als Museumspädagogin mit dem Schwerpunkt auf der digitalen und webbasierten Museumsvermittlung.   Am ersten Tag „erschlug“ uns quasi die Fülle an Beiträgen zu Museums-Apps, die gleichzeitig deutlich machte, dass immer mehr Museen diese Form der Wissensvermittlung nutzen und über eine Informationsbereitstellung hinaus interaktive, kommunikative oder partizipative Zugänge dem Nutzer ermöglichen.   Darüber hinaus gab es einige Highlights, wie der Vortrag von Prof. Dr. Holger Simon, über die wir hier berichten möchten. Holger Simon sprach über das Museum der Zeit, das virtuell, also ohne physischen Ort in ganz Deutschland existiert und zeichnete seine Vision eines standortunabhängigen Museums nach. In einer App sollen dem Besucher an unterschiedlichen Orten in Deutschland, die sich mit dem Thema Zeit beschäftigen bzw. für das Thema relevant sind, Bezüge deutlich gemacht werden. Die App „Your Exhibition Guide“ der Stiftung Kunstsammlung NRW ist ebenfalls etwas anderes, da hier der Künstler Olafur Eliasson Einblicke in sein Werk gewährleistet und mit dem Museumsbesucher durch die Ausstellung läuft. Wie reagieren wir auf Kunstwerke und Ihre Umgebung? Welche Schlüsse ziehen wir aus unserem Erleben? Wie fühlt sich die Erfahrung von Kunst an? Was passiert vor und nach der Begegnung mit dem Werk und wie können wir das gesamte Spektrum sinnlicher Erfahrungen für uns aktivieren?. Dies sind Fragen, die Olafur Eliasson während seinem Rundgang stellt und beantwortet. Bei der cloudbasierten Exponatenplattform des Städel Museums geht es darum, Menschen einen weiteren Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Insbesondere geht es dem Städel Museum dabei um die Kunst, die nicht im Museum zu sehen ist. Derzeit stellt das Museum etwa 1% seiner Sammlung aus. 600 Werke der restlichen 99% sind nun digital über Tablet und Desktop-Rechner zugänglich. Diese Werke stehen miteinander über beschreibende, assoziative und interpretatorische Schlagwörter in Verbindung und ermöglichen es dem Nutzer, weitere Kontexte zu erschließen.   Es gab also auch diese Jahr wieder viel Neues zu erfahren, sogar so viel, dass ich hoffe, dass die Mai-Tagung sich im nächsten Jahr vielleicht traut etwas weniger zu präsentieren und dafür Diskussionen anzuregen, um mehr über Herausforderungen, Ideen und Visionen sprechen zu können.

Hecke, Schere – einszweidrei! – ein Collageworkshop beim Renaissance-Fest im Tucherschloss

Auf dem diesjährigen Renaissance-Fest im Tucherschloss am 21. Juni bot das KPZ Gästen jeden Alters die Gelegenheit, bei dem Collageworkshop „Hecke, Schere – einszweidrei!“ die eigene Kreativität auszuleben und einen eigenen Tucherschlossgarten zu entwerfen. Der Garten des Tucherschlosses ist ein schöner Ort zum Feiern und Verweilen. Doch wie könnte die Umgebung rund ums Schloss aussehen, wenn wir die Gestaltung übernehmen dürften? Dieser Frage gingen die kreativen Köpfe des Collageworkshops nach und gestalteten durch Bäume, Hecken, Rasenflächen um das Tucherschloss fantasievolle Gärten in 2-D.



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