Das KPZ auf der MAI-Tagung in Dortmund

 
15. Mai-Tagung in der DASA in Dortmund

Mai-Tagung in der DASA Dortmund - Foto Wera Wecker

Seit 15 Jahren findet jedes Jahr im Mai an wechselnden Standorten die MAI-Tagung geleitet von Thilo Martini aus dem LVR-Fachbereich Kultur und Museumsberatung statt. Dieses Jahr ging es zur DASA nach Dortmund.

Ausstellungsbereich DASA Dortmund

  Das Akronym „MAI“ steht für „Museum and the Internet“. Im Sinne des Tagungstitels beschäftigten sich Fachleute aus den Bereichen Museum, Kultur, Vermittlung, Design, Kunst und Wissenschaft auch dieses Jahr zwei Tage mit Themen wie Online-Bilddatenbanken, Museums-Apps, virtuelle Ausstellungen, digitales Kuratieren, Online-Marketing, ePartizipation und Museumspädagogik 2.0. Mai Tagung Logo Das KPZ war mit drei Mitarbeitern angereist. Dabei waren Alexander Klein als Fachmann für EDV und Medien, Regina Rüdebusch als Volontärin und ich, Bianca Bocatius, als Museumspädagogin mit dem Schwerpunkt auf der digitalen und webbasierten Museumsvermittlung.   Am ersten Tag „erschlug“ uns quasi die Fülle an Beiträgen zu Museums-Apps, die gleichzeitig deutlich machte, dass immer mehr Museen diese Form der Wissensvermittlung nutzen und über eine Informationsbereitstellung hinaus interaktive, kommunikative oder partizipative Zugänge dem Nutzer ermöglichen.   Darüber hinaus gab es einige Highlights, wie der Vortrag von Prof. Dr. Holger Simon, über die wir hier berichten möchten. Holger Simon sprach über das Museum der Zeit, das virtuell, also ohne physischen Ort in ganz Deutschland existiert und zeichnete seine Vision eines standortunabhängigen Museums nach. In einer App sollen dem Besucher an unterschiedlichen Orten in Deutschland, die sich mit dem Thema Zeit beschäftigen bzw. für das Thema relevant sind, Bezüge deutlich gemacht werden. Die App „Your Exhibition Guide“ der Stiftung Kunstsammlung NRW ist ebenfalls etwas anderes, da hier der Künstler Olafur Eliasson Einblicke in sein Werk gewährleistet und mit dem Museumsbesucher durch die Ausstellung läuft. Wie reagieren wir auf Kunstwerke und Ihre Umgebung? Welche Schlüsse ziehen wir aus unserem Erleben? Wie fühlt sich die Erfahrung von Kunst an? Was passiert vor und nach der Begegnung mit dem Werk und wie können wir das gesamte Spektrum sinnlicher Erfahrungen für uns aktivieren?. Dies sind Fragen, die Olafur Eliasson während seinem Rundgang stellt und beantwortet. Bei der cloudbasierten Exponatenplattform des Städel Museums geht es darum, Menschen einen weiteren Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Insbesondere geht es dem Städel Museum dabei um die Kunst, die nicht im Museum zu sehen ist. Derzeit stellt das Museum etwa 1% seiner Sammlung aus. 600 Werke der restlichen 99% sind nun digital über Tablet und Desktop-Rechner zugänglich. Diese Werke stehen miteinander über beschreibende, assoziative und interpretatorische Schlagwörter in Verbindung und ermöglichen es dem Nutzer, weitere Kontexte zu erschließen.   Es gab also auch diese Jahr wieder viel Neues zu erfahren, sogar so viel, dass ich hoffe, dass die Mai-Tagung sich im nächsten Jahr vielleicht traut etwas weniger zu präsentieren und dafür Diskussionen anzuregen, um mehr über Herausforderungen, Ideen und Visionen sprechen zu können.

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