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Workshop-Erlebnisse im Kunstmuseum Bonn – Menschen mit Demenz im Museum

Um mich im Bereich "Menschen mit Demenz im Museum" für die Arbeit im KPZ fortzubilden, nahm ich im März 2015 an einem zweitägigen Workshop "Bildnerisch-kreatives Arbeiten mit Menschen mit Demenz" im Kunstmuseum Bonn teil. Das Kunstmuseum Bonn führt nun schon seit 5 Jahren Workshops für Menschen mit Demenz durch und kann deshalb auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, den es gern in Workshops oder über Printmedien wie dem Buch "Farben im Kopf - Malen und Gestalten mit Menschen mit Demenz" weitergibt.  Neben mir als Museumspädagogin trafen sich in Bonn Kultur- und Kunstschaffende aus unterschiedlichen Museen und mit unterschiedlichsten Backgrounds. Künstler, Ehrenamtler, Kunstpädagogen, Archäologen...aus vielen Teilen Deutschlands kamen zusammen, um über das Thema etwas zu lernen.
Workshop Demenz I

Workshop "Bildnerisch-kreatives Arbeiten mit Menschen mit Demenz" und die dazugehörigen Unterlagen

  Mit der Frage „Wieso lohnt es bei mir anzufangen?“ begann Birgit Ocken (Integrative Persönlichkeits- und Projektarbeit) als externe Beraterin den Workshop zum Thema Menschen mit Demenz im Museum. Die Frage, was die einzelnen Teilnehmer zum Workshop führt, stand dabei in der Kennenlernphase im Vordergrund. Deutlich wurde, dass einige Teilnehmer schon privaten und/oder beruflichen Umgang mit Menschen mit Demenz hatten. Quintessenz war, dass ein privater und beruflicher Umgang mit Menschen mit Demenz streng voneinander zu trennen und die eigenen Bedürfnisse bei der Arbeit zu hinterfragen sind. Private Beweggründe werden den dementen Museumsbesucher nicht gerecht, da sie mit privaten Erwartungen und Emotionen verbunden sind. Darüber hinaus wurde im Laufe der zwei Tage herausgearbeitet, dass der Moment des kreativen Schaffens, des Nachdenkens und Teilhabens bei der Arbeit mit Demenzerkrankten als Ziel im Vordergrund stehen sollte. Es wird dann nicht ergebnisorientiert, sondern prozessorientiert gearbeitet, so dass das Ergebnis nicht das Ende bzw. Endprodukt darstellt, sondern die Gesamtheit der Veranstaltung ist. Ein Angebot für Demenzerkrankte sollte also von Momenten leben. Um selbst eine Vorstellung davon zu bekommen, welche bildnerisch-kreativen Arbeiten mit Menschen mit Demenz möglich sind und auf welche Feinheiten zu achten ist, wurde die Gruppe dann auch selbst kreativ und schuf allein, gemeinsam oder mit Hilfestellungen unterschiedliche temporäre und dauerhafte Objekte, die auf den behandelten Kunstwerke und Themen im Museum fußten.
Workshop Demenz III

Thema Wald im Impressionismus und was die Gruppe daraus machte

Workshop Demenz II

Das Thema Informel und Farbfeldmalerei ermöglichte ein gemeinsames Arbeiten

   



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