Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Der Eingang des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in der ehemaligen Kongresshalle. Von 1933 bis 1938 fanden in Nürnberg alljährlich im September die Reichsparteitage der NSDAP statt. Bis zu einer Million Menschen nahmen an dieser Inszenierung von Führerkult und Volksgemeinschaft teil. Als Kulisse für die riesige Propa­gandaschau entstand eine Reihe von überdimensionalen Bauwerken, die jedoch zum großen Teil unvollendet blieben. Im Nordflügel des größten Bautorsos, der Kongresshalle, befindet sich das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Mit modernen Präsentationsformen wird hier in der Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" die Geschichte der Reichsparteitage und ihre Funktion innerhalb des NS-Regimes gezeigt.

Die pädagogische Begleitung zur Dauerausstellung und den Sonderausstellung erfolgt im Studienforum. Schulklassen und Jugendgruppen können hier mit Nach- und Themengesprächen, sowie mit Projekt- und Studientagen den Ausstellungsbesuch vertiefen und ergänzen. Das Studienforum ist eine Einrichtung der museen der stadt nürnberg, die dort mit verschiedenen Partnern – darunter auch dem KPZ – eng zusammenarbeiten.

Die Angebote des Studienforums sind im Internet aufrufbar. Hinweis Weblink

Buchung:

Die Veranstaltungen werden bei folgender Adresse gebucht:

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg

fon (0911) 231-5666
fax (0911) 231-8410
email dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de

 

Adresse:
Dokumentationszentrum
Reichsparteitagsgelände
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg

Öffnungszeiten:
Mo – Fr 9 – 18 Uhr
Sa – So 10 – 18 Uhr

Kasse und Information:
(0911) 231 - 56 66

Website des Dokuzentrums

 

Logo Straßenbahn Linie 9, Haltestelle Doku-Zentrum

Logo Bus Linien 36, 55, 65, Haltestelle Doku-Zentrum

Logo Bus Linien 36, 55, Haltestelle Doku-Zentrum Nord

Logo S-Bahn Linie S2, Haltestelle Dutzendteich

 

 

 

 

Sonderausstellung

 

Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt

Arisierung in Nürnberg und Fürth

Hinweis 17. November 2012 bis 31. Juli 2013

 

 

 

Bereits im März 1933 führten die NS-Machthaber erste Boykottaktionen gegen jüdische Geschäfte durch. Danach verschlechterte sich die Situation der Juden im Deutschen Reich zusehends. Berufsverbote und Arbeitsplatzverluste führten in die Armut. Durch die Arisierung der jüdischen Gewerbebetriebe verlor die große Mehrheit der deutschen Juden bis 1939 ihre Lebensbasis.
In Franken und besonders in den Städten Nürnberg und Fürth kam es bei den Arisierungen zu erheblich stärkeren Ausschreitungen und Unregelmäßigkeiten als im übrigen Reichsgebiet. Hinsichtlich der Gier, des Ignorierens jeglicher Vorschriften und des Ausmaßes von Korruption und persönlicher Bereicherung der Beteiligten übertraf die Gauleitung Franken mit Julius Streicher an der Spitze reichsweit alle anderen Arisierungen.

"Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt." ermöglicht zum ersten Mal mittels einer modernen Ausstellungspräsentation eine Annäherung und einen Zugang zum Prozess der Beraubungen der Juden von 1933 bis 1945 in Nürnberg und Fürth. Vorgestellt werden Parteiaktivisten und Behörden, die die Arisierung umsetzten, Arisierungsgewinnler und ausgewählte Fallbeispiele betroffener jüdischer Unternehmen. Fotos, Zeitzeugenberichte und bislang unbekannte Dokumente aus den Archiven ergänzen den wissenschaftlichen Kommentar.

Das Angebot für Schulen und Jugendgruppen


Ausgegrenzt und ausgeplündert
Schüleraktivierendes pädagogisches Begleitprogramm mit Kleingruppenarbeit für den GSE-Unterricht der 8. Jahrgangsstufe an den Mittelschulen.

Lebensgeschichten von jüdischen Fabrikanten und Unternehmern, aber auch von NS-Akteuren und Arisierungsgewinnlern stehen im Mittelpunkt des Programms. In Kleingruppen beschäftigen sich die Schüler/innen mit den Biographien von Tätern und Opfern und erarbeiten in der Ausstellung an ausgewählten Stationen, wie die Lebenswege von Nürnberger und Fürther Juden durch die Ausgrenzung und Ausplünderung beeinflusst wurden. Über die Fallbeispiele erschließen sich die Schüler/innen unterschiedliche Facetten der Arisierung. Dabei wird bei den Schüler/innen das Bewusstsein für Ungleichbehandlungen von Menschen geschärft und eine Debatte über Ausgrenzungen in unserer heutigen Gesellschaft angestoßen. 

Lehrplanbezug: GSE 8.6.5.
Dauer: 90 Minuten
Gesamtkosten: 60 EUR

Buchung

Die Buchung sollte mindestens 14 Tage im Voraus im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände unter Tel. 0911 / 231-5666 oder per e-mail an dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de erfolgen.

 

Legalisierter Raub
Schüleraktivierendes pädagogisches Begleitprogramm mit Kleingruppenarbeit für den Geschichtsunterricht der 9. und 10. Jahrgangsstufe an Realschulen und Gymnasien

Wie wurden jüdische Bürger ab 1933 ihrer wirtschaftlichen Lebensgrundlage beraubt? Wer war dafür verantwortlich? Was waren die Folgen für die Betroffenen? In Kleingruppen erarbeiten die Schüler/innen, wie sich die zunehmende Ausgrenzung und die Ausplünderung von Juden in Nürnberg und Fürth gestalteten. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Auseinandersetzung mit der Arisierung von jüdischen Fabriken, Unternehmen und Einzelhandelsgeschäften. Die Schüler/innen erhalten Einblicke in die Perspektive der Opfer, beleuchten aber auch die Seite der Täter und Nutznießer. Davon ausgehend erschließen sie sich, wie es mit den arisierten Firmen nach dem Zweiten Weltkrieg weiterging. 

Lehrplanbezug: Gym G 9.2; RS G 9.5 und G 10.5.
Dauer: 90 Minuten

Buchung

Die Buchung sollte mindestens 14 Tage im Voraus im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände unter Tel. 0911 / 231-5666 oder per e-mail an dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de erfolgen.

 

WortGewalt: Vom rechten Lesestoff.
Bücher aus der Sammlung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände
im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Der Eingang des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in der ehemaligen Kongresshalle.

 

 

 

 

 

 

9. Mai bis 29. September 2013

Zum achtzigsten Mal jähren sich im Mai 2013 die von den Nationalsozialisten veranstalteten Bücherverbrennungen. Unzählige Werke deutscher und ausländischer Autoren wurden verboten, die deutschen Urheber in der Folgezeit ins Exil oder die innere Emigration gezwungen. Damit gingen dem deutschen Kulturleben unschätzbare Geisteskräfte, Denkarten, Vielfalt, Humor, Ideen und Perspektiven verloren.
Wie versuchten die Nationalsozialisten diese kulturellen Leerräume zu füllen? Was sollte von nun an "deutsche" Literatur sein? Völkisches Deutschtum, Heldenverehrung und das Führerprinzip hatten sich - zusammen mit einer antisemitischen Rassenidee - bereits im Verlauf des 19. Jahrhunderts zu Leitbildern für weite Teile der bürgerlichen Gesellschaft entwickelt. Die Nationalsozialisten konnten auf zahlreiche Werke von Schriftstellern zurückgreifen, die bereits vor 1933 mit ihrem Weltbild in Einklang standen. Eine eigenständige NS-Literatur gab damit es eigentlich nicht - selbst Klassiker konnten instrumentalisiert werden.

Die Ausstellung "WortGewalt" zeigt, dass den ungeheuren kulturellen Verlusten der nationalsozialistischen Geistesaustreibung daher nur ein dürftiger Ersatz gegenüber stand. Sie präsentiert eine Auswahl des literarischen Strandguts einer zwölfjährigen Epoche bürgerlich-konservativen Größenwahns, das aus verschiedenen Gründen im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände abgegeben wurde. Doch diese Bücher sind nicht einfach nur da; sie werfen eine Menge Fragen auf - nach dem Weltbild der Autoren, dem Geist der Zeit und nicht zuletzt nach dem Leser. Auf einige davon gibt die Präsentation im Dokumentationszentrum Antworten.

Führung für Einzelbesucher

Die Führung durch die Ausstellung "WortGewalt" informiert zunächst über Anlass und Idee der Sonderausstellung. In einem zweiten Teil wird anhand ausgewählter Werke aufgezeigt, welche Gedanken und Themen die Nationalsozialisten aufgriffen, welche Inhalte und Autoren die offizielle Literaturpolitik förderte und welche Bücher dann tatsächlich auf den Bestsellerlisten jener Jahre standen. Dabei werden unter anderem auch die Fragen aufgeworfen, wie mit dieser Literatur nach 1945 umgegangen wurde und inwiefern die Beschäftigung mit diesen Büchern hilft, das "deutsche Wesen" der Jahre 1933 bis 1945 zu verstehen.

Treffpunkt: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Eingangshalle

Termine:
So. 26.5., 15:00 Uhr
So. 30.6., 15:00 Uhr
So. 28.7, 15:00 Uhr
So. 25.8., 15:00 Uhr
So. 29.09; 15:00 Uhr

Dauer: ca. 60 Min
Eintritt mit Führung 3€

Buchbare Führung für Erwachsene
Dauer: ca. 60 Min
Kosten 40€

Anmeldung: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg
Die Buchung sollte mindestens 14 Tage im Voraus im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände unter Tel. 0911 / 231-5666 oder per e-mail an dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de erfolgen.

 

Angebote für Schulklassen / Jugendgruppen
Lesen unter Hitler – Literatur im Dritten Reich
Schüleraktivierendes pädagogisches Begleitprogramm mit Kleingruppenarbeit
Was lasen die Deutschen zur Zeit des Nationalsozialismus? Welche Autoren förderte die nationalsozialistische Literaturpolitik? Wer gab vor, was veröffentlicht werden durfte? Solchen und ähnlichen Fragen gehen die Schüler in der Ausstellung auf den Grund. Anhand von ausgewählten Texten aus Romanen, Sach-, Kinder- und Jugendbüchern beschäftigen sie sich auch inhaltlich mit der Literatur aus dem Dritten Reich. Dabei wird deutlich, dass neben den bewusst vom Regime geförderten Werken zu Themen wie Krieg, Heldentum, Bauerntum und Rassismus auch regimekritische und triviale Unterhaltungsliteratur zu den Bestsellern gehörte. Abschließend wird der Frage nachgegangen, wie sich der Umgang mit den Werken der NS-Zeit seit 1945 gestaltet.
Zielgruppe: Fächerintegrativer Deutsch- und Geschichtsunterricht der 9. und 10. Jahrgangsstufe an den Realschulen sowie der gymnasialen Oberstufe
Lehrplanbezug: Gym G 9.2, D 9.4, D 12.4 und RS G 9.5, D 10.4

Dauer: 90 Minuten

Anmeldung: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110, 90478 Nürnberg
Die Buchung sollte mindestens 14 Tage im Voraus im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände unter Tel. 0911 / 231-5666 oder per e-mail an dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de erfolgen.

 

Alle Veranstaltungen im Dokumentationszentrum
Reichsparteitagsgelände
die einer Buchung bedürfen
können nur dort gebucht werden!

Adresse:
Dokumentationszentrum
Reichsparteitagsgelände
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg

Öffnungszeiten:
Mo – Fr 9 – 18 Uhr
Sa – So 10 – 18 Uhr

Kasse und Information:
(0911) 231 - 56 66
email dokumentationszentrum
@stadt.nuernberg.de

Website des Dokuzentrums

 

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Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Stand: 15.04.2013, 16:22 Uhr

 

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Das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) ist eine gemeinsame Einrichtung der Stadt Nürnberg und der Stiftung Germanisches Nationalmuseum.