Germanisches Nationalmuseum

Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen

 

Lovis Corinth, Bildnis Charlotte Berend-Corinth, 1912, Nürnberg, GNM, Leihgabe der Stadt NürnbergLicht und Leinwand
Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert

Sonderausstellung im
Germanischen Nationalmuseum
10. Mai bis 9. September 2018

Die „Geburtsstunde der Fotografie“ 1839 hat die internationale Bildwelt fasziniert und erschüttert zugleich. „Wer wird künftig malen, wenn das Daguerreotyp alle Bilder der Welt heißhungrig verschlingt?“ fragte die Wiener Satirezeitschrift Der Humorist. Und tatsächlich musste die Malerei ihre Aufgabe und Position in der Folge neu bestimmen.
Die Ausstellung erzählt anhand von rund 240 Exponaten die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, geprägt von Konkurrenzängsten, Experimentierfreude und Künstlerstolz. Schrittweise entwickelte sich ein neues Verständnis von Wahrheit und Wirklichkeit im Bild, das zwischen der ideellen Überhöhung und dem reinen Dokumentieren unterschied.
Für die Ausstellung wurden bislang kaum oder nie gezeigte Gemäldebestände des Germanischen Nationalmuseums aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts restauriert. Lange vergessene Werke u. a. von Carl Spitzweg, Emil Jakob Schindler, Lovis Corinth oder Max Slevogt werden zum Teil erstmals seit 1945 präsentiert. Ihnen stehen Fotografien u. a. von Alois Löcherer, Henry Peach Robinson, Johannes Nöhring, Martin Gerlach, Josef Maria Eder und Heinrich Kühn gegenüber.

 

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Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen

 

Lehrerinformationsveranstaltung
Freitag, 11. Mai 2018, 16 Uhr (90 Minuten, ohne Anmeldung)
mit Dr. Leonie Beiersdorf (Ausstellungskuratorin) und
Pirko Julia Schröder (KPZ).

 

 

Joseph Byron, Self-portrait, 1909, Museum of the City of New YorkMediengeschichten! Von den Anfängen
der Fotografie bis zum Selfie

Ein Rundgang durch die Ausstellung liefert einen Blick in die Anfänge und Entwicklung des Massenmediums, das uns heute wie selbstverständlich umgibt: der Fotografie. Die Ausstellung zeigt auch auf, wie das Medium Malerei und das Medium Fotografie sich in Abhängigkeit voneinander im 19. Jahrhundert entwickelten. Es bietet sich an, unser heutiges Verhältnis zur Fotografie und den Umgang mit ihr genauer zu betrachten. Wir zeigen den Schülerinnen und Schülern anschaulich den technischen Hintergrund, der sich im Laufe der beinahe 180 Jahre zwar veränderte, aber in den Grundzügen gleich geblieben ist. Bei kleinen Experimenten mit Fotogrammen lassen wir die Faszination der Dunkelkammer aufleben.

Dauer 120 Minuten
Ab der 7. Jahrgangsstufe von Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderzentren, Beruflichen Schulen und Fachoberschulen

 

 

Joseph Albert, Szene um den ‚Wettlauf des Igels und des Hasen‘, 1862, München, StadtmuseumMalerei vs. Fotografie –
Geniekult und Bilderstreit

Lang war der Weg für die Fotografie, um als eigenständiges Bildmedium anerkannt zu werden. Mit ihrem technischen Charakter galt sie als „mechanisches Werkzeug“ zur Wiedergabe der Realität und jeder künstlerische Aspekt wurde von vorneherein abgesprochen. Interessant wird es, wenn man die wechselseitige Einflussnahme der Medien Malerei und Fotografie in ihrer Entwicklung im 19. Jahrhundert betrachtet. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung rückt dieser gattungsübergreifende Dialog der beiden Bildmedien in den Mittelpunkt unserer Gesprächsführung.

Dauer 90 Minuten
Ab der 10. Jahrgangsstufe von Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderzentren, Beruflichen Schulen und Fachoberschulen

 

 

Buchen im KPZ
Abteilung Schulen und Jugendliche
Tel (0911) 1331-241
Fax (0911) 1331-318
E-Mail schulen@kpz-nuernberg.de

Das Informationsblatt
Museum & Schule aktuell zur Ausstellung können Sie hier Hinweis als PDF downloaden

Hinweis Was Sie beachten sollten, wenn Sie diese Angebote buchen.

 

 

 

Zum Seitenanfang Seite weiterempfehlen Stand: 27.04.2018, 16:43 Uhr

 

Logo Stadt Nürnberg Logo GNM Das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
ist eine gemeinsame Einrichtung der Stadt Nürnberg und der Stiftung Germanisches Nationalmuseum.